Stadtgeschichte

 

Am 01. April 1938 erhielt Klütz das Stadtrecht verliehen. Zu diesem Zeitpunkt hatte Klütz ca. 1.200 Einwohner, die vor allem in Handwerksberufen und der Landwirtschaft tätig waren.

Die erste Erwähnung wurde bereits 1230 im Ratzeburger Zehntenregister mit dem Namen „Clutse“ festgestellt. Als slawische Siedlung wird Klütz schon Jahrhunderte vorher bestanden haben, denn im Bereich des jetzigen Schlosses Bothmer fanden die Slawen gute Lebensbedingungen am Rande eines größeren Sees und im Klützer Wald.

Der Ursprung des Ortes liegt in der Sackgasse „im Thurow“ (altslawisch = Ort des Ur/Auerochsen). Mit der einsetzenden deutschen Besiedlung um 1230 erfolgte der Ausbau von Klütz zum großen Kirchenspiel und zum zentralen Ort des Klützer Winkels.

Mitte des 13. Jahrhunderts wird durch die deutschen Siedler mit dem Bau der St.-Marien-Kirche begonnen. Charakteristisch ist die achteckige Turmabdeckung die als „Bischofsmütze“ bezeichnet wird. Die Größe kündet von der wirtschaftlichen Aktivität ihrer Erbauer. Das damalige Dorf Klütz profitierte zu diesem Zeitpunkt vom einsetzenden Landhandel zwischen den Hansestädten Lübeck und Wismar. Nachteilig auf die Entwicklung des Ortes wirkte sich ab ca. 1300 die zunehmende feudale Belastung aus.

1319 baute die Familie von Plessen sich ihre „Plessenburg“ (Überreste dieser Burg sind noch vorhanden und stehen unter Denkmalschutz) zum Zentrum ihrer Macht aus. Die Adelsfamilie von Plessen erwarb im 15. Jahrhundert die Hoheitsrechte über Klütz. Fortschrittlich war ihr Eintreten für die Reformation im Klützer Winkel um 1530.

Seit ca.1660 besaß Klütz die Marktrechte, diese haben die Bedeutung des Dorfes für die Umgebung erhöht. Möglich war dieses durch die Entwicklung der gutsherrschaftlichen Landwirtschaft (Handwerker, Händler usw.).

Für Klütz trat 1721 – 1723 ein entscheidender Besitzwechsel ein. Die aus dem königlichen Hannover stammenden Reichsgrafen von Bothmer erwarben große Teile des Klützer Winkels und ließen ab 1726 das barocke Schloß Bothmer errichten. Die Familie von Bothmer setzte sich entscheidend für die Anerkennung von Klütz als „Flecken“ ein (eine Zwischenstellung von Dorf und Stadt in Mecklenburg). Die Ernennung erfolgte 1863.

Durch die Entwicklung von Boltenhagen vom Fischerdorf zum Ostseebad profitierte Klütz.

Handel und Handwerk gewannen ab ca. 1830 eine größere Bedeutung. Wichtig waren die Erschließung der Straßen nach Wismar, Grevesmühlen und Dassow und die Erbauung der Eisenbahnstrecke nach Grevesmühlen für die positive Entwicklung vom Flecken zur Stadt Klütz.

Dies ist der Internetauftritt der Schloßstadt Klütz, Landkreis Nordwestmecklenburg. Zum Impressum