15. September 2017 18:12 Alter: 36  Tage
Kategorie: Literaturhaus, Berichte

Neuer Audio-Guide im Literaturhaus

 Von Barbara Stierand

An 18 Hörstationen können Besucher im Literaturhaus „Uwe Johnson“ jetzt noch mehr als bisher über den Schriftsteller und sein Werk erfahren. Ein neuer Audio-Guide in deutscher und englischer Sprache macht es möglich.


Testlauf: Bürgermeister Guntram Jung, Mario Löscher, Sparkasse Mecklenburg-Nordwest, Eckart Witte, Förderverein des Literaturhauses (v.l.n.r.)

18 Hörstationen im ganzen Haus. Bürgermeister Guntram Jung, Literaturhaus-Leiterin Anja-Franziska Scharsich, Manuel Krastel, Vorstandsmitglied der Sparkasse Mecklenburg-Nordwest

Auch blinden oder hörgeschädigten Besuchern wird es jetzt leichter gemacht, die Ausstellung zu erleben. Hinzu kommen drei neue Ausstellungselemente. Auf mehreren Schautafeln in der 1. Etage wird das Verhältnis von Uwe Johnson zur Kommune I beleuchtet ebenso wie seine Beziehung zu Ernst Barlach. Auf Zeitungsausschnitten von 1967 kann man über das vereitelte „Pudding-Attentat“ von Mitgliedern der Kommune I auf den amerikanischen Vizepräsidenten Hubert H. Humphrey in Berlin nachlesen. Die Blätter der Boulevard-Presse, insbesondere des Springer-Verlages, stilisierten die Puddingpulver-Attacke zu einem Terroranschlag mit gefährlichem Sprengstoff hoch. Kommune-Mitglieder wurden unter anderem auch in der Berliner Wohnung von Uwe Johnson festgenommen, die er während seiner Zeit in New York untervermietet hatte.

In der 2. Etage zeigen Schautafeln Parallelen der Klützer Kirchengeschichte zu Johnsons Roman „Jahrestage“ auf. Der Literaturwissenschaftler Rainer Paasch-Beeck forschte in Klützer Gemeindeblättern und brachte diese Informationen in Zusammenhang mit dem Roman.

Die Investitionen wurden ermöglicht durch eine Zuwendung der Ostdeutschen Sparkassenstiftung und der Sparkasse Mecklenburg Nordwest an den Förderverein des Literaturhauses „Uwe Johnson“ Klütz e. V. Der Förderverein und die Stadt Klütz beteiligten sich mit einem Eigenanteil. Insgesamt wurde eine Summe von 28.000 Euro ausgegeben.

 

 

Fotos: Kerstin Vogt, Blitz-Verlag


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