Die Klützer Mühle ist wieder eröffnet.

Die Klützer Mühle hat neue Besitzer. Im Mai 2016 haben Manuela Homuth-Weilepp und Thomas Weilepp den Zuschlag bekommen. Seit dem Sommerfest am 30. Juli ist die Mühle vorerst von Donnerstag bis Sonntag, jeweils 12:00 bis 18:00 Uhr, geöffnet. 

 

 

Aussenansicht des Ensembles

Klützer Mühle – Wahrzeichen der Stadt

Klützer Mühle
der Mühlenkopf
Speisekarte mit Klützer Mühle Prägung
Handgefertigtes Bleiglasfenster im Innenbereich mit Grevesmühlener Wappen
Handgefertigtes Bleiglasfenster im Innenbereich mit Motive der Stadt Klütz
Handgefertigtes Bleiglasfenster im Innenbereich mit Mecklenburger Motiven

Die Klützer Mühle ist ein beliebtes Ausflugsziel und Wahrzeichen der Stadt und des Klützer Winkels. In dem denkmalgeschützten Gebäude war von 1985 bis 2014 ein Restaurant untergebracht, von dem aus die Gäste den reizvollen Blick über die Stadt und die weiten Felder bis hin zur Ostsee genießen konnten. Im April 2014 lief der Pachtvertrag mit den damaligen Pächtern aus und die Stadt war auf der Suche nach einem Käufer, der die Gastronomie weiterführen und damit die Tradition fortsetzten würde. Diese Käufer wurden im Mai 2016 gefunden. Wann es mit neuem Schwung wieder losgeht, steht zur Zeit noch nicht fest.

Schon um 1860 stand auf dem 32 Meter hohen Mühlenberg, der höchsten Erhebung von Klütz, eine Erdholländermühle. Diese fiel jedoch einem Brand zum Opfer. 1904 wurde die Windmühle als Galerieholländermühle in ihrer jetzigen Form vom Müller Richard Lindemann erbaut, dessen Familie seit 1819 in Niederklütz ansässig war.

In den Zeiten der Weltwirtschaftskrise musste die Mühle zwangsversteigert werden und wechselte 1930 den Besitzer. Sie wurde von Ernst Kibbel, einem Klützer Bauunternehmer, erworben. Er ließ die Mühle um 1936/1937 mit einem Dampfkessel und später mit einem Elektromotor ausstatten, da die Windkraft allein für den Betrieb nicht mehr ausreichte. 1958 drehten sich zwar die Flügel der Windmühle zum letzten Mal, der Mühlenbetrieb ging jedoch bis 1972 weiter. Besonders in wirtschaftlich schwierigen Zeiten, vor allem in den Nachkriegsjahren, war die Mühle ein wichtiger Faktor, um die Bevölkerung mit Nahrungsmitteln zu versorgen.

Das Getreide von den Feldern des Klützer Winkels wurde in den großen Getreidespeichern am Bahnhof (heute abgerissen) und Im Thurow (heute das Literaturhaus „Uwe Johnson“) gelagert und von dort aus zur Windmühle gebracht.

Nachdem der letzte Müller in den 1970iger Jahren seine Arbeit niedergelegt hatte, war das Gebäude dem Verfall preisgegeben. Einige Klützer Bürger wollten sich damit nicht abfinden und gründeten 1981 die „Volksinitiative zur Rettung der Klützer Mühle“. Der damalige Besitzer, Erich Kibbel, schenkte den Einwohnern die Windmühle, die sie innerhalb von fünf Jahren in einer gemeinschaftlichen Aktion von Handwerkern und freiwilligen Helfern renovierten. Im Zuge dieser Renovierung wurde auch der Anbau errichtet.

Am 1. Mai 1985 konnte schließlich das erste Restaurant eröffnet werden; es sollte zu einer der bekanntesten und beliebtesten Gaststätten im Klützer Winkel werden. Nicht nur die tolle Aussicht und das gute Essen lockten Gäste aus Nah und Fern an. Auch das interessante Innenleben mit dem gut erhaltenen Mahlwerk und den vielen technischen Vorrichtungen ließ das Herz von Mühlenfans höher schlagen.

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