28. Januar 2019 22:31 Alter: 20  Tage
Kategorie: Berichte

Klützer Heimatverein stellt sich neu auf

 Von Barbara Stierand

Mit einem neuen Vorstand präsentierte sich der Heimatverein Klützer Winkel e. V. am Sonnabend, den 26. Januar 2019 in der Heimatstube in der alten Scheune „Im Thurow“.


Frischer Wind im Heimatverein. Steffen Arndt, Klaus Krüger, Carsten Schmoldt, Markus Arndt, Hannes Palm (v.l.n.r.)

Erster Vorsitzender ist Hannes Palm, zweiter Vorsitzender Markus Arndt, zum Beisitzer wurde Carsten Schmoldt gewählt. Im Verein sind ebenfalls Julia Schmoldt, Klaus Krüger, Steffen Arndt und Monty Voß.

„Wir wollen nun verstärkt an die Öffentlichkeit gehen. Mit einem festen Ort, wo man sich treffen kann, haben wir dafür gute Voraussetzungen geschaffen“, so Klaus Krüger, der schon seit langem im Heimatverein dabei ist. Der Verein wurde bereits 1994 gegründet und 2018 nach einigen Jahren Pause wiederbelebt. Den Impuls dazu gab Hannes Palm. Konkrete Pläne für Aktivitäten gibt es schon.

Schon seit längerem haben sich die Mitglieder des Heimatvereins auf die Spuren der ehemaligen Schützenzunft begeben, die im Klützer Ortsteil Hofzumfelde im sogenannten Tiergarten ein großes Schützenhaus hatte. „Die Schützen waren sehr aktiv, haben die Tradition gepflegt und waren fest im gesellschaftlichen Leben verankert“, so Carsten Schmoldt. „Neben Schriften, Fotos und anderen Quellen gibt es auch archäologische Funde. Seit 1924 sind die Schützen jedoch aus dem Tiergarten verschwunden und seit 1939 dann ganz von der Bildfläche. Wir fragen uns warum und wollen dies herausfinden.“

„Wir sind auf der Suche nach Leuten, die Gegenstände, Briefe, Fotos oder Ähnliches haben, was uns dabei helfen könnte. Nicht nur, was die Schützenzunft anbelangt, sondern auch in anderen heimatgeschichtlichen Dingen“, ergänzt Hannes Palm.

Als weiteres und längerfristiges Vorhaben haben die Mitglieder des Heimatvereins den zwischen Klütz und Stellshagen gelegenen „Mäuseturm“ ins Auge gefasst. Er droht zu verfallen, „und wenn sich niemand darum kümmert, wird es den ‚Mäuseturm’ irgendwann nicht mehr geben“, warnt Carsten Schmoldt. „Vielleicht weiß jemand Geschichten darüber oder kann uns etwas über den Verbleib der Einrichtungsgegenstände sagen“, fügt Klaus Krüger hinzu. Im „Mäuseturm“ war einst eine Teestube der Gräfin von Bothmer untergebracht. Die Mitglieder des Heimatvereins könnten sich vorstellen, ihn wieder begehbar zu machen, da er einen besonders schönen Ausblick auf die Felder und den Lenorenwald bietet.

Auch Forschungen über die Spuren der Slawen in Klütz wurden bereits angestellt. „Es ist eine Streitfrage, ob Klütz von Slawen gegründet wurde oder nicht“, sagt Carsten Schmoldt, der sich in seiner Freizeit intensiv mit Archäologie beschäftigt. „Funde gibt es bisher nicht. Dem wollen wir weiter nachgehen.“

„Natürlich sind wir auch bei der Klützer Kulturnacht im Oktober wieder mit dabei“, so Hannes Palm, „voraussichtlich an zwei Standorten, einmal hier in der Heimatstube und in der Schloßstraße.“ Auch die Teilnahme am Tag des Offenen Denkmals ist vorgesehen. Gehört die Scheune von 1846 doch zur Gesamtanlage eines alten Bauernhofes, in dem heute auch die Staudengärtnerei von Julia Schmoldt ihren Standort hat.

In der Heimatstube sind Einrichtungsgegenstände aus verschiedenen Jahrhunderten ausgestellt, neben Küchenmobiliar aus dem 19. Jahrhundert auch ein alter Fernseher von 1955. Spannende Fotos geben Einblicke in das Klützer Stadtleben und zeigen alte Stadtansichten. Ein Besuch lohnt sich.

Auch regelmäßige Vorträge, unter anderem zu archäologischen Funden in Klütz und Umgebung, sind vorgesehen. Der erste Vortrag über die vergessene Tradition der Schützen soll im Frühjahr stattfinden. Der Termin wird rechtzeitig bekannt gegeben.

„Wir machen das, weil wir Spaß daran haben“, so Hannes Palm „und wollen auch andere dafür begeistern.“

 

Geöffnet hat die Heimatstube jeden 1. Freitag im Monat ab 19.00 Uhr. Im Thurow 10, 23948 Klütz, E-Mail: info(at)heimatverein-kluetzerwinkel.de

 

 


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