Der Klützer Literatursommer ist eröffnet

 

Unter dem Motto „Lebenswege“ startete am Freitag, dem 18. Juni 2021 zum 18. Mal der Klützer Literatursommer. Von Juni bis September können die Besucher interessante Lesungen, literarische Spaziergänge und auch einen multimedialen Reisevortrag erleben.

Eröffnung des 18. Klützer Literatursommers mit Martina Weiß (r.) und Ines Wassermann.
Eröffnung des 18. Klützer Literatursommers mit Martina Weiß (r.) und Ines Wassermann.

Den Anfang machte die Autorin, Kunsthandwerkerin und Pädagogin Martina Weiß. Sie las aus ihrem Buch „Du musst das Leben nicht verstehen“. Mit sieben Frauen und zwei Männern hatte sie dafür über einen Zeitraum von 18 Jahren Gespräche geführt und deren bewegte Lebensläufe aufgezeichnet. Musikalisch begleitet wurde die Lesung von Ines Wassermann.

Das heitere Benefiz-Gartenfest, mit dem der Klützer Literatursommer sonst startet, musste leider wieder ausfallen. Einheimische und auswärtige Besucher sowie illustre Gäste aus Politik, Wirtschaft und Kultur hatten sich jedes Jahr zu diesem Anlass im Literaturhaus getroffen und gefeiert. „Wie schon letztes Jahr konnten wir dies aufgrund der Corona-Bestimmungen leider nicht tun“, bedauerte Anja-Franziska Scharsich, die Leiterin des Literaturhauses.

Nur 30 Personen durften in den Lesegarten kommen. Für Nicht-Geimpfte wurden Corona-Schnelltests bereit gehalten, kontrolliert durch die Mitarbeiterinnen des Hauses. „Trotz aller Einschränkungen war es ein lebendiger und entspannter Sommerabend und man konnte spüren, dass die Besucher Freude an der Lesung und am Zusammentreffen hatten“, so Barbara Stierand, die Vorsitzende des Fördervereins.

Martina Weiß las aus zwei Geschichten, darunter auch die von Rolf Möller, dem bekannten Maler und Grafiker, der 1932 in Krefeld-Uerdingen am Rhein geboren wurde und 2015 in Wismar starb.

Alle Personen, die in dem Buch zu Wort kamen, waren aus dem Osten oder Westen von Deutschland „zugewandert“ und hatten ihr neues Zuhause an der Ostsee gefunden. Mit entwaffnender Ehrlichkeit erzählen sie authentisch und ungeschminkt aus ihrem Leben, von Freude und Verzweiflung, von Höhen und Tiefen, von Brüchen, Irrungen und Wirrungen, aber auch von großem Glück und vom Ankommen.

Ines Wassermann, Musikerin und Musikpädagogin, untermalte die Lesung mit tollen Sequenzen auf verschiedenen Instrumenten. Ob mit Flöte, Trommeln, Bongos, Gitarre oder auch mit Gesang im Duett mit Martina Weiß.

Im Anschluss plauderte Barbara Stierand, Verlegerin und Vereinsvorsitzende, mit Martina Weiß über das Buch und die Geschichten, unter anderem über die Motivation und die Idee, die dahinter steckt oder wie sie ihre Protagonistinnen gefunden hatte und für das Projekt gewinnen konnte. Auch das Publikum beteiligte im Anschluss rege mit Fragen an die Autorin.

Die Realisierung des Klützer Literatursommer ist möglich durch die Förderung des Landes Mecklenburg-Vorpommern, des Landkreises Nordwestmecklenburg, der Sparkasse Mecklenburg-Nordwest sowie der Unterstützung des Fördervereins des Literaturhauses.

Weiter geht der Klützer Literatursommer am 2. Juli 2021 mit der Lesung von Katrin Sobotha-Heidelk aus ihrem Buch „Interzonenjahre“.

„Lebenswege“. Einführung und Begrüßung von Anja-Franziska Scharsich (r.)
„Lebenswege“. Einführung und Begrüßung von Anja-Franziska Scharsich (r.)
Da kommt Schwung rüber. Ines Wassermann (l.) und Martina Weiß im Duett.
Da kommt Schwung rüber. Ines Wassermann (l.) und Martina Weiß im Duett.
Signieren im Anschluss an die Lesung. Hier mit Guntram Jung, stellvertretender Bürgermeister von Klütz.
Signieren im Anschluss an die Lesung. Hier mit Guntram Jung, stellvertretender Bürgermeister von Klütz.

 

Ein Besucher lässt sich die verschiedenen Instrumente von Ines Wassermann erklären.
Ein Besucher lässt sich die verschiedenen Instrumente von Ines Wassermann erklären.
Vom Schnelltest bis zur Luca-App. Alles unter Kontrolle hatten die Mitarbeiterinnen des Hauses, Katrin Peritz und Leonora Reichel.
Vom Schnelltest bis zur Luca-App. Alles unter Kontrolle hatten die Mitarbeiterinnen des Hauses, Katrin Peritz und Leonora Reichel.
Barbara Stierand im Gespräch mit Martina Weiß.
Barbara Stierand im Gespräch mit Martina Weiß.